sollen Ihnen einen ersten Eindruck von meinen Arbeiten vermitteln. Die dargestellten Entwürfe umfassen dabei aus Platzgründen nicht die gesamte beplante Gartenfläche sondern "nur" den Wohngartenbereich. Beide Gärten werden von den Familien in Eigenleistung angelegt und sind weitgehend noch "im Bau".
Ein ländlicher Garten
entsteht am Ortsrand eines kleinen Dorfes in einem Neubaugebiet. Aufgrund der Lage und des eher traditionellen Baustil des Hauses, war schnell klar, dass auch der Garten im ländlichen Stil gestaltet werden sollte. In Richtung Südosten (Mitte unten) öffnet sich ein attraktiver Blick über die pfälzische Hügellandschaft, allerdings ist das Gartengelände durch diese offene Lage auch verhältnismäßig zugig.
Die erste Variante sieht eine Terrasse entlang der gesamten Hausfront vor, die über ein sanft geschwungenes, als leichter Hügel angelegtes Beet für Blumen und Küchenkräuter vom Rasen abgegrenzt wird.
Durch einen Rosenbogen gelangt man in den Nutzgartenbereich mit einigen Gemüsebeeten. Beerensträucher lassen eine Nasch(h)ecke zwischen Haus und Nutzgarten entstehen. Auf der Rasenfläche südlich der Gemüsebeete findet die Wäschespinne Platz. Der Holzschuppen, in dem u.a. Kaminholz gelagert werden soll, ist auch vom Feldweg aus anfahrbar, was die Anlieferung erleichtern soll. Von einem kleinen Sitzplatz nebenan hat man einen besonders schönen Blick über die Landschaft Ein schmaler Kiesweg führt von dort aus zwischen blühenden Sträuchern und Staudenbeeten zum Holzdeck am Gartenteich, und weiter durch einen "trockenen Bachlauf" aus Kies und Findlingen zurück zur Terrasse.
Die zweite Variante gliedert die Fläche mit dem Gartenhaus, welches hier näher am Wohnhaus steht und so einen Sichtschutz zum Nachbargrundstück schafft und zudem als Windschutz wirkt. Es entstehen auf diese Weise zwei Terrassenbereiche: ein größerer, offener Bereich, der sich zum Garten hin öffnet und ein zweiter abgeschlossener Hof. Dieser kleinere Platz wird zum Nachbarn hin mit geschichtetem Kaminholz abgegrenzt. An der Feuerstelle dort kann man auch an kühleren Abenden noch lange sitzen. Aber auch an heißen Sommernachmittagen ist es hier durch den Schatten angenehmer als auf der großen Terrasse. Jenseits des Gartenhauses findet sich der kleine Nutzgarten. Hier kann man auch einfach nur von einer Bank aus die Aussicht über die Landschaft genießen. Aus einem Quellstein entspringt hier ein kleiner Wasserlauf, der in einem kleinen Wasserbecken an der Kräuterspirale - dem eigentlichen Mittelpunkt des Gartens - endet.
Die Familie nutzt die Pläne als Ideengeber und realisiert eine Mischung beider Varianten, kombiniert mit weiteren eigenen Ideen.
Ein Garten für ein modernes Stadthaus
entsteht auf einem Grundstück, welches lange als Baulücke im Ort lag. Das Wohnhaus der Familie ist in modernem Stil gehalten und steht (Fußboden Erdgeschoß) ca. 4 m. oberhalb des Wohnweges. Der nach Süden ausgerichtete Garten wurde bereits angeschüttet und mit Hilfe einer Gabionenwand ca. 2 m. über das Niveau von Straße und Einfahrt gelegt. Dadurch ergibt sich innerhalb der Gartenfläche ein Höhenunterschied von knapp 2,5 m., wobei der tiefste Punkt im Südwesten (links unten) liegt. Der Stil des Gartens sollte einerseits modern, aber auch nicht zu geradlinig gehalten werden. Besonders wichtig war der Familie die Unterbringung einiger Weinstöcke, die die von der Mosel stammende Hausherrin als Geschenk erhalten hatte.
Die erste Variante sieht eine Holzterrasse mit einer grafischen Formensprache entsprechend den Wünschen der Familie westlich des Wohnhauses vor. Ihre Form - begleitet von einem "trockenen Bachlauf" aus Kies und Findlingen weist den Blick in den Gartenraum, direkt auf die in zwei Reihen stehenden Weinstöcke. Diese verwehren gleichzeitig Einblicke von der südlich vorbeiführenden kleinen Wohnstraße. Darüber hinaus bilden sie eine kleine Laube, die groß genug für eine Bank oder eine schmale Sitzgarnitur ist. Sträucher schirmen hier Blicke von Süden ab.
Da der Wohnraum des Hauses auch Türen nach Süden aufweist, wird entlang der Südfront ein schmalerer Weg vorgesehen. Dort entspringt in einem Quellstein ein Bachlauf, der im tiefsten Bereich des Grundstückes in einem kleinen Teich mündet. Über eine kleine Brücke erreicht man einen Sitzplatz jenseits des Teiches mit Blick auf das Wohnhaus.
In der zweiten Variante bleibt die Lage der Terrassen unverändert, geändert wurde die Formensprache und Materialwahl. (hier: helles Pflaster, passend zum hellen Bodenbelag des Wohraumes, im Wechsel mit Kleinsteinpflaster aus dunklem Granit) Der Wasserlauf entspringt weiter nördlich innerhalb eines "Küchengartens" - (aus Platzgründen nicht dargestellt) - und endet in einem formalen kleinen Wasserbecken, um das sich auch die kleine Treppenanlage windet, die in den ca. 45 cm tiefer liegenden Gartenbereich führt. Der Höhenversatz zwischen dieser schmalen Terrasse und dem tiefer liegenden Gartenweg bildet eine Sitzstufe mit Aussicht über Garten und Landschaft.
Der Gartenweg aus hellem Kies führt in sanftem Bogen hinab zu einem durch Sträucher verborgenen Sitzplatz, von dem allerdings der Zufahrtsweg gut zu überblicken ist, ohne dass hier sitzende Personen sofort von dort gesehen werden können. (Dieses Element fand vor allem bei den beiden Töchtern im Teenageralter großen Anklang)
Die Weinstöcke werden in diesem Entwurf als Sichtschutz gegenüber dem Nachbargrundstück vorgeschlagen.
Der Entwurf, der realisiert werden soll, sieht hauptsächlich eine Mischung beider Varianten vor und entstand nach intensiven Beratungsgesprächen und enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern.